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Hasenlochwanderung
Erstelldatum15.04.2026
Hipp hipp hurra!
Er war wieder da!
Wer? Natürlich der Osterhase von der Reichenbachquelle im Magenbucher Wald.
In den Wochen vor Ostern galt es, dem Osterhasen ein Osternest aus Ästen, Zweigen und weichem Moos zu bereiten, sodass er bald darauf ein Ostergeschenk für die Schülerinnen und Schüler des KomBiLe in Magenbuch hinterlassen wird. Hierbei wanderten wir zunächst am Reichenbach entlang durch Wald und Brombeerranken durch unwegsames Gelände. Es galt ohne Stolpern und Hängenbleiben zwischen Bäumen auf dem Rehpfad bis zum Biberland zu gelangen. Angekommen am Hasenloch nahe bei der Quelle teilte sich die Klasse in zwei Gruppen: Ein Beschaffungs- und ein Bautrupp. Zunächst wollten wir den bestehenden Nestrand aus Zweigen und Ästen mit weichem Moos auskleiden. Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit waren gefragt. Fröhlich und gelöst wurde das Nest begutachtet und dem Wald für seine wunderbaren Gaben gedankt, denn ganz wie bei den Ureinwohnern Nordamerikas hatten wir den Wald gefragt, ob wir ein wenig Moos entnehmen dürfen. „Danke, lieber Wald für deine Gaben und deine Ruhe. Glück, wer so den Wald wertschätzen kann.
In der darauffolgenden Woche machte sich die Schülerschar bei stürmischem Wetter gespannt erneut zum Hasenloch auf, um zu sehen, ob der Osterhase auch dieses Jahr wieder den Weg dorthin gefunden haben würde. Freudig entdeckten die Kinder seine Geschenke im Nest: Häkelnadeln und ein kleines Wollknäuel sowie bunte Ostereier fanden sie vor. Einige Kinder dankten dem Osterhasen vom Reichenbach mit besonderen Worten. Am liebsten hätten einige bereits an Ort und Stelle mit dem Häkeln begonnen. Diese Fertigkeit hatten die Schulkinder in den vergangenen Wochen bereits im Unterricht erlernt und so mancher hat auch zu Hause eine Häkelarbeit begonnen. Nach einer ausgiebigen Stärkung traten wir wieder den Rückweg an, da der Wind auffrischte. Wir verschoben die Spielzeit lieber an unseren Abenteuerplatz am Reichenbach, denn dort war es sicherer. Die Auseinandersetzung mit der Natur und ihren besonderen Gegebenheiten (kaltes Wasser, waten durch Matsch und Sumpf, schwere Stämme bewegen, unwegsame Trampelpfade begehen, steile Hänge erklettern, lange Wege zurückzulegen) hält einzigartige Übungen des täglichen Lebens für uns bereit und schult unsere Sinne. Hier üben wir ganz unbemerkt unsere Selbstwirksamkeit und Achtsamkeit.
Und ob alle Schuhe und Füße trocken geblieben sind, wird nicht verraten.
Einen Teil der Dankbarkeit gegenüber der Natur möchten wir bei all unseren Exkursionen, Lerngängen, Wanderungen und Forschungsgängen wieder zurückgeben und sammeln Müll ein. Eine Tüte dabeizuhaben lohnt sich jedes Mal.
Wir danken Familie Senn aus Lausheim für die großzügigen Eierspenden in der Fastenzeit, die uns wieder zum Rechnen aber auch zur Stärkung dienten. KomBiLe-Kinder mögen bunte Eier gern.


