Insgesamt vier Klassen nahmen an der diesjährigen Juniorwahl zur Europawahl teil und probten unter realitätsgetreuen Bedingungen den Gang zur Wahlurne. Die Juniorwahl ist eines der größten politikorientierten Schulprojekte in Deutschland, dass 1999 ins Leben gerufen wurde und Europawahlen, Bundestagswahlen und Landtagswahlen durchführt.

Im Bundesdurchschnitt beteiligten sich in der Woche vom 20. bis zum 24. Mai 2750 Schulen, hiervon nahmen fast eine halbe Millionen Schüler teil, 85 davon vom Reinhold-Frank-Schulzentrum in Ostrach. In der 8. Klasse, der 9. Klasse und der Abschlussklasse wurde das Projekt im Vorfeld im Politikunterricht besprochen und eingeführt. Federführend bereitete Frau Wladarsch gemeinsam mit der Klasse 9b die Wahl vor und erstellten Wählerverzeichnisse und Wahlbenachrichtigungen. Am Freitag den 24. Mai ging es für die Schüler zur Wahlurne, welche verplombt geliefert und ordnungsgemäß von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9b aufgestellt wurden. Für die Wahl brachten die Schüler ihre Wahlbenachrichtigung und den Schülerausweis mit, damit das echte Wählen so genau wie möglich nachempfunden werden konnte. Eine Klasse nach der anderen gab ihre Stimme auf einem originalgetreuen Stimmzettel ab.

Mit den Wahlergebnissen liegt das Reinhold-Frank-Schulzentrum Ostrachtal im Trend der aktuellen politischen Verluste und Gewinne. Mit 41,1 Prozent gewinnen die Grünen, gefolgt von der CDU mit 15,3 Prozent und der SPD mit 14,1 Prozent, die FDP mit 7 Prozent, die AFD mit 4,7 Prozent und Die PARTEI mit 2,4 Prozent der abgegebene Stimmen. Wahlsieger im Bundesdurchschnitt bei der Junioreuropawahl sind die Grünen mit 33,9 Prozent.

Bei der Wahlparty, am darauffolgenden Montag nach der Pause, wurden die Ergebnisse der Europawahl und Junioreuropawahl bekanntgegeben. Nach der Besprechung der Ergebnisse gab es Pizzawecken für die Schüler, bevor der reguläre Unterricht wieder startete.

Das Projekt Juniorwahl soll das Interesse an Politik und den Prozessen der demokratischen Willensbildung der Schülerinnen und Schüler fördern. In Ostrach ist uns das mit einer hundertprozentigen Wahlbeteiligung gelungen.

A. Knupfer